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Fort Souville

Dank des Widerstands durch die Befestigung Fort Souville, einem strategischen Schlachtstandpunkt am rechten Maasufer, konnte die französische Armee nach der Eroberung von Fort Douaumont die Gegenangriffe im Oktober 1916 starten.

La cloche Pamart M4 du fort de Souville installée en 1917. - © D.R.

Fort de Souville - © D.R.

Adresse

Fort de Souville

F-55100 Fleury-devant-Douaumont

Tel : 03 29 86 14 18

Öffnungszeiten

Freier Zutritt

Eintrittspreise

Freier Zutritt

Fort Souville wurde zwischen 1875-1877 erbaut und zählt zu den ersten Forts der Befestigungsanlage Séré de Rivières. Mit seiner beeindruckenden Form ist es Teil der letzten Befestigungslinie auf den Höhen des rechten Maasufers.

Das Fort verfügt noch aus Zeiten vor dem Krieg über eine Telefonzentrale für den Sektor, zwei unter Blei verlegte Verbindungsleitungen zum Fort Douaumont und zum Zwischenwerk Thiaumont sowie Freileitungsnetze zu anderen Forts und der Einsatzzentrale in Verdun. Zudem hat es eine organische Garnison, die sich zusammensetzt aus zwei Infanteriekompanien und zwei Artilleristenzügen, einem Panzerversenkturm des Bussière-Systems für zwei 155-mm-Geschütze, einer mit Erde bedeckten Festungsbatterie für 155-mm-Bange-Geschütze und einem Schlauch-Kommunikationsnetz.

Nach den massiven Angriffen seitens der Deutschen zwischen Februar und April 1916 besetzen diese das rechte Maasufer. Sie sind bereits im Besitz von Fort Douaumont und erobern im Juni auch Fort Vaux, um anschließend zum an das Zwischenwerk Thiaumont (Ouvrage de Thiaumont) angrenzenden Kamm vorzudringen sowie zu den Ruinen der Ortschaft Fleury und zu Fort Souville. Über Letzteres wir die Kommunikation zwischen der Defensive und dem Hinterland sichergestellt. Sollte es den Deutschen gelingen es einzunehmen, könnten sie den Vorhaben der Franzosen vorgreifen. Für die Franzosen bedeutet die Verteidigung des Massivs die Möglichkeit, einen Gegenangriff zu starten und die Forts Douaumont und Vaux zurückzuerobern.

Zwischen Juni und September starten die Deutschen zahlreiche Angriffe, um ein Vordringen zu ermöglichen. Fort Souville muss sich täglichen Bombardierungen erwehren, was die Verteidigungskapazitäten stark beeinträchtigt. Am 23. Juni können die Deutschen das Zwischenwerk Thiaumont (Ouvrage de Thiaumont) erobern und in die Ruinen des Dorfs Fleury vordringen. Im Fort bleibt man weiterhin standhaft, wobei die Gegenangriffe der Franzosen scheitern. Am 11. und 12. Juli starten die Deutschen eine heftige Offensive und können bis zum Fort vordringen. Die Angreifer werden jedoch gestoppt und gefangen genommen.

Heute kann man zu Fuß einen Besichtigungsrundgang machen, der am Eingang des Schlachtfelds beginnt (Zugang über den Rastplatz von Souville). Im Rahmen des gekennzeichneten Rundgangs kann auch der Standort des Panzerversenkturms des Bussière-Systems entdeckt werden, der Zugang ist jedoch verboten. Vor Ort gibt es zudem eine MG-Kasematte Typ Pamart sowie eine Beobachtungsglocke zu sehen. Weiter oben nähert man sich den Ruinen des Forts, der Zugang ist jedoch aufgrund der Verletzungsgefahr in den Ruinen untersagt und auch zum Schutz der Fledermausarten, die in den unterirdischen Gängen leben. Der Rundgang führt bis zur Vaux-Régnier-Hochebene, um die sich die Kämpfe im Frühjahr 1916 drehen.

  • 1875
    1889
  • 23 Juni
    1916
  • 11 Juli
    1916
  • 12 Juli
    1916
  • August
    1916
  • Oktober
    1916
  • 1917
  • Bau und Verstärkung von Fort Souville

  • Heftiger Angriff durch die Deutschen. Das Fort kann standhalten, die Deutschen können jedoch das Zwischenwerk Thiaumont (Ouvrage de Thiaumont) erobern und in die Ruinen des Dorfs Souville eindringen. Der Gegenangriff der Franzosen scheitert.

  • heftige Offensive der Deutschen. Die Batterie von Damploup wird eingenommen, aber die Angreifer werden an den äußeren Hängen des Forts gestoppt. Misslungener Gegenangriff der Franzosen im Sektor La Poudrière, südlich von Fleury.

  • Die Eroberung von Fort Souville wird bekanntgegeben, wobei es sich jedoch um eine Fehlmeldung handelt. Erneuter Misserfolg der Franzosen im Sektor La Poudrière.

  • Rückeroberung des Zwischenwerks Thiaumont (Ouvrage de Thiaumont) und der Ruinen des Dorfs Fleury.

  • Beginn der Gegenangriffe seitens der Franzosen.

  • Es werden große Renovierungsarbeiten durchgeführt. Es werden drei Pamart-Kasematten (14 cm Dicke) mit 2 Maschinengewehren für die Nahverteidigung installiert.