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Die Stadt Verdun

In Verdun ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg noch sehr lebendig. Die Stadt war das nie erreichte Ziel der deutschen Offensive im Februar 1916. Heute ist sie das Eingangstor zu den Schlachtfeldern an der Maas.

Les quais de Londres à Verdun - © CDT Meuse - Guillaume Ramon

Porte de Verdun - © CDT Meuse - Guillaume Ramon

La ville de Verdun - © CDT Meuse - Michel Petit

Verdun - © CDT Meuse - Guillaume Ramon

Adresse

Fremdenverkehrsamt Verdun
Place de la Nation

F-55100 Verdun

Tel : 03 29 86 14 18

Website : www.tourisme-verdun.fr/de_index.php

Öffnungszeiten

Freier Zutritt

Eintrittspreise

Freier Zutritt

Die Stadt Verdun war während des Konflikts nie der direkte Schauplatz der Kämpfe. Dennoch ging es bei der Schlacht, die ihren Namen trägt, um sie. Während 300 Tagen, von Februar bis Juli 1916, bekämpfte sich ein Großteil der französischen und deutschen Truppen im Gebiet von Verdun. In der belagerten Stadt verblieben nur noch der Generalstab, in der unterirdischen Zitadelle, und die Feuerwehrbrigade, die sich in die Kellergewölbe des Rathauses zurückgezogen hatte. Die gesamte Zivilbevölkerung war aus der Stadt geflüchtet. 

Die durch die Bombardierungen der deutschen Artillerie stark beeinträchtigte Stadt ist nach den Kämpfen wie ausgeblutet. Das französische und amerikanische Rote Kreuz unterstützen die zurückkehrenden Einwohner durch die Einrichtung einer Bahnhofskantine, einer Krankenstation in der rue Saint Sauveur und einer städtischen Kooperative im  Hôtel de Ville.

Am 13. September verleiht der französische Präsident Poincaré der Stadt die Ehrenlegion (Légion d'Honneur, ranghöchste Auszeichnung Frankreichs) und das Kriegskreuz mit Palmenzweig (Croix de Guerre avec palmes).

Heute steht Verdun für die Erinnerung an ein dramatisches Kriegserlebnis und bietet zahlreiche Denkmäler in Gedenken an die Schlacht.

Unterirdische Zitadelle (La citadelle souterraine)

> Siehe ausführliche Informationen

Siegesdenkmal (Monument de la Victoire)

Dieses Denkmal wurde vom Architekten Chesnay und dem Bildhauer Boucher geschaffen und 1929 eingeweiht. Es wurde auf den alten römischen Stadtmauern errichtet, die nach den Bombardierungen 1916 wieder zum Vorschein kamen. Der 30 Meter hohe Turm wird gekrönt von der Siegesstatue, wobei es sich um eine am Mittelalter inspirierte Soldatenfigur handelt, die auf ihr Schwert gestützt ist. Es erhebt sich über einer für Besucher zugänglichen Krypta, wo die Namen der mit der Verdun-Medaille ausgezeichneten Soldaten aufgeführt sind. 

Denkmal für die Kinder von Verdun (Monument aux enfants de Verdun)

Dieses am 1. November 1928 eingeweihte Denkmal befindet sich im Stadtzentrum und wurde vom Architekten Forest und dem Bildhauer Grange gebaut. Es wurde zum Gedenken der Bürger von Verdun errichtet, die für Frankreich ihr Leben gelassen haben. Mit dieser schützenden Mauer gegen den feindlichen Angriff, bestehend aus fünf Soldaten mit unterschiedlichen Waffen, sollte das Motto „On ne passe pas“ (kein Durchkommen) veranschaulicht werden.

Weltfriedenszentrum (Centre mondial de la paix)

Das Weltzentrum für Frieden, Freiheit und Menschenrechte befindet sich seit 1994 im alten Bischofspalast von Verdun. In diesem Kompetenzzentrum werden unterschiedliche Rundgänge angeboten, z. B. zum Thema 100 Jahre Erster Weltkrieg sowie zur deutsch-französischen Geschichte. Das Zentrum veranstaltet Ausstellungen, Begegnungen und fördert den Austausch (Konferenzen, Konzerte, literarische Veranstaltungen usw.). Zudem verfügt das Zentrum über einen Shop und einen Buchladen. Weitere Informationen stehen auf der Website zur Verfügung: cmpaix.eu

Quai von London (Quai de Londres)

Während der Schlacht wurden die Wohngebäude, die sich am momentanen Quai de Londres befinden, von den Bombardierungen wegrasiert. Nach dem Konflikt konnten Sie dank finanzieller Unterstützung der Stadt London wieder saniert werden. Heute ist der Quai de Londres eine gut besuchte Fußgängerzone, wo im Sommer das Festival Musiques et Terrasses (Festival Musik und Terrassen) organisiert wird.

Quai de Londres

Quai de Londres - © CDT Meuse - Michel Petit

Quai de Londres

Quai de Londres - © CDT Meuse- Michel Petit

Princerie-Museum (Musée de la Princerie)

In diesem nur ein paar Schritte von der Kathedrale entfernten Museum zur Stadtgeschichte ist ein Teil der Sammlungen dem Ersten Weltkrieg und der Geschichte der Schlacht gewidmet. Weitere Informationen stehen auf der Website des Museums zur Verfügung www.musee-princerie-verdun.fr.

Kathedrale

Die auf einem Felsvorsprung erbaute Kathedrale Notre-Dame ist die älteste Kathedrale Lothringens und das größte romanische Gebäude im Osten Frankreichs. Während der Schlacht um Verdun 1916 wurde sie erneut beschädigt. 1919 wurde der Schutt im Mittelschiff abgetragen, wobei die Einwohner von Verdun eine Krypta aus dem 12. Jahrhundert entdeckten. Diese wurde mit besonderer Sorgfalt im Rahmen des Wiederaufbaus restauriert, der 1935 abgeschlossen wurde. Die Westpfeiler wurden mit Skulpturen geschmückt, die an das Leben der Soldaten und die Geschichte Verduns erinnern.

Soldatenfriedhof von Faubourg-Pavé

Auf diesem Friedhof sind 5.095 Soldaten begraben. Hier ruhen auch unter einem großen Kreuz die sieben Unbekannten (Les sept Inconnus), die sich unter den acht nicht identifizierbaren Soldaten befanden, die von den Haupt-Schlachtfeldern zurückgebracht wurden. Der achte ist unter dem Arc de Triomphe in Paris bestattet. Ein Denkmal ist der Luftfahrt gewidmet.

Soldatenfriedhof von Bévaux      

Dieser am Stadtrand gelegene Friedhof wurde 1914 angelegt und sollte eigentlich in die Nekropole von Douaumont verlagert werden. Letztendlich bleibt er jedoch 1924 vor Ort, aufgrund des Widerstands der trauernden Familien. 1967 wird er neu angelegt, um die Leichen weiterer Soldaten, die auch im Frontabschnitt von Verdun gefallen waren, zu bestatten. Auf dem Friedhof von Bévaux, am Stadtrand, sind 3.592 Soldaten begraben, wovon 3.107 zwischen 1914-1918 gefallen sind.

Friedhof von Glorieux

Auf dem 1916 angelegten Friedhof von Glorieux findet man die Grabstätten von 4.244 Soldaten.

  • 13 September
    1916
  • 01 November
    1928
  • 23 Juni
    1929
  • 1994
  • Die Stadt wird mit der Ehrenlegion und dem Kriegskreuz ausgezeichnet (Légion d'Honneur und Croix de Guerre).

  • Einweihung des Denkmals für die Kinder von Verdun

  • Einweihung des Siegesdenkmals

  • Einrichtung des Weltzentrums für Frieden, Freiheit und Menschenrechte (Centre Mondial de la Paix, des Libertés et des Droits de l’Homme) im alten Bischofspalast von Verdun