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Bajonettgraben

Diese älteste Gedenkstätte der Schlacht von Verdun wurde 1920 eingeweiht. Sie steht für das Opfer gefallener Männer, die ohne eine angemessene Grablegung von uns gehen mussten.

La tranchée des baïonnettes - © CDT Meuse - Guillaume Ramon

La tranchée des baïonnettes - © CDT Meuse - Michel Petit

La tranchée des baïonnettes - © CDT Meuse - Michel Petit

Adresse

Tranchée des baïonnettes
D913

F-55100 Douaumont

Tel : +33 (0)3 29 86 14 18

Öffnungszeiten

Freier Zutritt

Eintrittspreise

Freier Zutritt

Im Januar 1916 werden französische Soldaten der 3. und 4. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 137 in der Nähe von Douaumont bei einem Granatenangriff lebend verschüttet. Es heißt, dass die Körper nur aufgrund der noch vertikal aus dem Schützengraben herausragenden Bajonette gefunden werden konnten. Seitdem wurden die in Verdun eingesetzten Soldaten verfolgt von der Angst des lebendigen Begräbnisses, weshalb der Mythos des „Tranchée aux baïonnettes“, des Bajonettgrabens, sich in die Gedächtnisse einbrennt: eine stehend begrabene Kompanie, die Waffe in der Hand.

1920, vor dem Bau der Gedenkstätte, werden allerdings Ausgrabungen vom französischen Kriegsgräberdienst sowie vom Amt für Zivilstandswesen der 6. Militärregion durchgeführt. Nach der Entdeckung der sterblichen Überreste von 21 französischen Soldaten, liegend und entwaffnet, löst sich der Mythos in Luft auf.

Wir beschwören unsere männlichen Kameraden solch eindeutige Lektionen und ihre Erfahrungen nie zu vergessen und alles zu dementieren, das dem widerspricht, insbesondere heroischen Mythen.

Jean Norton Cru

La tranchée des baïonnettes

La tranchée des baïonnettes - © CDT Meuse-Guillaume Ramon

Von den 21 Leichen konnten 14 identifiziert werden. Sie wurden auf dem Militärfriedhof von Fleury begraben. Die 7 unbekannten Leichen wurden vor Ort erneut bestattet, wobei die Bajonettgewehre mit zerbrochenen Klingen in der Nähe in den Boden eingebettet wurden. Die Überlieferung des Bajonettgrabens ist ein Symbol für das Opfer, das die Soldaten von Verdun gebracht haben.

Im Dezember 1920 wurde ein beeindruckendes Betondenkmal eingeweiht, das die Grabstätten bedeckt. Es wurde von einem Amerikaner gestiftet und vom Architekten Alexandre Ventre entworfen. Der Zugang zum Bajonettgraben erfolgt über eine Metallltür, die das Werk des Kunstschmieds Edgar Brandt ist, der 1923 auch die Metalleinrahmung des ewigen Feuers (aus Bronze) am Grab des Unbekannten Soldaten am Arc de Triomphe in Paris schuf.

  • 1920
  • 08 Dezember
    1920
  • Die Gedenkstätte wird vom Architekten André Ventre gebaut

  • Die Gedenkstätte wird von Alexandre Millerand eingeweiht